Brief von Ernst von der Malsburg an Helmina von Chézy
[Darmstadt], 10. September [1813]
Seite „1r“
[Karl August Varnhagen]Malsburg.
Selbst ohne eine so gütige Aufforderung würde
ich es gewagt haben, meinen gestrigen Versuch zu
erneuern. Die Gewißheit, daß er nicht wieder
mislingen werde, ist mir aber unendlich erfreulich.
Ich hoffe zwischen zehn und elf Uhr das Glück
zu haben, eine Bekanntschaft zu machen, die ich
als den eigentlichen Lichtpunkt meines Darmstädter
Aufenthaltes betrachten werde, wenn man anders
von kennen lernen reden darf, wo man Geist
und Gemüth schon so lang verehren und bewundern
lernte.
Empfangen Sie schon zum Voraus, meine gnädigsteich es gewagt haben, meinen gestrigen Versuch zu
erneuern. Die Gewißheit, daß er nicht wieder
mislingen werde, ist mir aber unendlich erfreulich.
Ich hoffe zwischen zehn und elf Uhr das Glück
zu haben, eine Bekanntschaft zu machen, die ich
als den eigentlichen Lichtpunkt meines Darmstädter
Aufenthaltes betrachten werde, wenn man anders
von kennen lernen reden darf, wo man Geist
und Gemüth schon so lang verehren und bewundern
lernte.
Frau, die Versicherung der unbegränzten Hochachtung
Ihres unterthänigen Dieners
ErnstFvdMalsburg.
Freÿtag 10 Spt.