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Brief von Elfriede von Mühlenfels an Helmina von Chézy

Montreux, 26. September 1850
Biblioteka Jagiellońska Kraków | SV 127 Mühlenfels Elfriede von, 26.09.1850 XML-Datei downloaden
Absender/-in
Elfriede von Mühlenfels
Empfänger/-in
Helmina von Chézy
Datierung
26. September 1850
Absendeort
Montreux
Empfangsort
Vevey
Umfang
2 Blätter
Abmessungen
Breite: 122 mm; Höhe: 187 mm
Foliierung
Foliierung durch die Biblioteka Jagiellońska Kraków noch ausstehend.
Herausgeber/-innen
Jadwiga Kita-Huber; Jörg Paulus
Bearbeiter/-innen
Quellenrecherche, Transkription, Auszeichnung nach TEI P5 und Annotation durch Betty Brux-Pinkwart; XML-Korrektur durch Simona Noreik
Bibliographie
Ludwig Stern: Die Varnhagen von Ensesche Sammlung in der Königlichen Bibliothek zu Berlin. Berlin: Behrend & Co. 1911.

Seite „1r“

[Karl August Varnhagen]
Elfride von Mühlenfels
Berlin, 184[###]
Beste Frau von Cheszy!

Sie werden es sich schon selbst gesagt
haben, daß die doppelte Sendung
unserer Loose auf ein Misver-
ständniß beruhte. Nur die von
mir eilig eingesiegelten 6. Loose
waren Ihnen bestimt.
Ich erbitte mir daher die übrigen
10. Loose zurück – da ich hoffe die-
selben hier noch unterbringen
zu können, und sie uns bereits
fehlen. Wir wünschen am Sontag
zu ziehen da ich am Montag abreise.

– Das Ganze darf nur Vente
und nicht Lotterie benannt
werden,
da einem Gesetz zu Folge

Seite „1v“

die Loose nicht den Preis von
5 Creutzer übersteigen durfen
welches wir nicht kannten.
Sie sehen aus einliegendem
Program die Einkleidung die
wir der ganzen Sache gegeben –
die Gewinste, die wir noch erhalten –
und wie wir diese Angelegenheit
unter die Protektion des Prediger
Duplanc zu Montreux gestellt –
um uns gegen jede Unannehmlichkeit zu schützen. –
Ich wiederhohle daher meine Bitte
uns umgehend Morgen die
unabgesezten Billete zurückzusenden,
und denselben das gütige kleine
Geschenk anzuschließen, welches
Sie unserer Lotterie bestimten.

Seite „2r“

Ich würde es gerne sehen wenn
Sie mir die Freude machten
die 3 1/2 Franc die ich von Ihnen
erhalte auf Loose zu berechnen,
da ich mit Freuden diese kl. Summe
der Lotterie noch widme.

Hoffentlich komme ich vor meiner
Abreise noch nach Vevay um
den lieben Ort noch einmal
zu sehen, und Ihnen versichern
zu können, wie ich stets
hochachtungsvoll u. herzlich

ergeben bin Ihre
gehorsame

Elfriede v. Mühlenfels.

Seite „2v“

P. S. Der junge Reutern war
einige Tage bedeutend krank
– heute gehts besser.
Frl. v. Toll
nimt sich unserer
Sache sehr treu an – und
ist bemüht Loose unter zu
kriegen. Alle empfehlen
sich Ihnen ergebenst. –

Donnerstag
am 26 ten
Sept: 1850.